Gelebte Philosophie Teil 4
Veranstaltung und Gesprächskreis

Fernöstliche Weisheit

Die Veranstaltungsreihe „Gelebte" Philosophie" beschäftigt sich mit Fragen, die für die persönliche Lebensführung von Bedeutung sind. Sie besteht aus Vorträgen und einem Gesprächskreis. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Vorträge behandeln in verständlicher Weise wichtige Begriffe und grundlegende Einsichten. 
Zusätzlich zu der Vortragreihe gibt es im Gesprächskreis die Möglichkeit, in ausführlicher Weise die im Vortrag dargestellten Gesichtspunkte zu diskutieren. Hierbei sollen besonders persönliche Überzeugungen und Erfahrungen zur Sprache kommen.

Die Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und dem Gesprächskreis finden im Caritas Pirckheimerhaus, Königstraße 64 statt.
Die Termine sind bei den einzelnen Veranstaltungen angegeben.

 

Themen und Termine

Buddhismus
Der Weg zur Erlösung aus dem Leid der Welt

Vortrag Mittwoch, den 21. März 19.00 Uhr
Gesprächskreis Freitag, den 23. März 10.00 Uhr

Der Buddhismus ist eine Religion mit Faszinationskraft. Es ist lohnend, sich ausführlich damit zu beschäftigen. Religionsphilosophie und Religionswissenschaft versuchen, ein vertieftes Verständnis dieser Weltanschauung zu gewinnen und ihr Wesen aufzuhellen.
Buddhas erste und wichtigste Einsichten sind in den Vier Edlen Wahrheiten enthalten:
Die Existenz von Leiden
Die Ursache des Leidens
Die Überwindung des Leidens
Der achtfache Pfad, der zur Überwindung des Leidens führt.

 

Buddhismus
Eine Lebensform der Achtsamkeit, der Meditation und des Mitleids

Vortrag Mittwoch, den 25. April 19.00 Uhr
Gesprächskreis Freitag, den 27. April 10.00 Uhr

Buddha führt alles Leid auf die Leidenschaften zurück. Erlösung besteht in der Überwindung der Leidenschaften;  es ergibt sich ein Zustand der  inneren Ruhe und Gelassenheit. Achtsamkeit, Meditation und Mitleid sind Marksteine auf diesem Weg, der schließlich zum Auslöschen im Nirwana führt.
Der Buddhist Huang Po sagt:
Dass es nichts zu erreichen gibt,
sind keine leeren Worte,
sondern die allerhöchste Wahrheit.

 

Hinduismus
Die vielgestaltige Götterwelt

Vortrag Mittwoch, den 16. Mai 19.00 Uhr
Gesprächskreis Freitag, den 18. Mai 10.00 Uhr

Der indische Hinduismus kenne eine verwirrende Fülle von Göttern und Göttinnen. Hinter dieser Vielfalt verbirgt sich jedoch ein allem zugrunde liegendes, ungeteiltes Ganzes. Es ist die ewige, die Welt erschaffende und erhaltende  Kraft des Brahman. Jeder der zahlreichen Götter verkörpert einen anderen Aspekt dieser Einheit. Infolge dessen sind auch die bekanntesten Formen der Hindu-Religion, die Kulte von Vishnu, Shiva und Brahma nicht grundsätzlich voneinander getrennt.
Der hinduistische Philosoph Ramakrishna  sagt:
Wohin immer ich blicke, sehe ich die Menschen im Namen der Religion streiten. Aber sie denken nie daran, dass Er, der Krishna genannt wird, auch Shiva heißt und den Namen der Shakti, von Jesus und Allah ebenso trägt.

 

Hinduismus
Brahman, das Grundprinzip alles Seienden

 Vortrag Mittwoch, den 20. Juni 19.00 Uhr
 Gesprächskreis Freitag, den 22. Juni 10.00 Uhr

Brahman ist die Unendlichkeit, das Allgegenwärtige, die Schöpfung, die Erhaltung und die Zerstörung. Brahman wird als "kosmische Energie", als das "nicht in Worte fassbare" oder das "Absolute" bezeichnet. Es ist omnipräsent und allen Dingen der Welt liegt es zugrunde oder besser gesagt es ist der Urgrund und Träger aller Dinge der Welt. Nur Brahman ist real und die Welt ist eine Illusion, auch  das  Ich.
Abwenden von weltlichen Dingen ist der Weg, der  durch innere Einkehr zur Erleuchtung führt.

 

Konfuzianismus
Der Rechtschaffene in der Familie, in der Gesellschaft und  im Staat

Vortrag Mittwoch, den 18. Juli 19.00 Uhr
Gesprächskreis Freitag, den 20. Juli 10.00 Uhr

Der Konfuzianismus ist eine Weltanschauung, die vorrangig Verhaltensweisen anbietet, die zu einem friedlichen, gedeihlichen Miteinander unter den Menschen führen sollen.
Die fünf Tugenden des Konfuzianismus sind die folgenden;

  • Menschlichkeit
  • Gerechtigkeit
  • Ethisches Verhalten
  • Weisheit
  • Güte

Die fünf Tugenden gewährleisten die gesamte Ordnung und verhindern damit Chaos und Verwirrung:
Verhalte ich mich korrekt, ist die Familie in Harmonie.
Wenn Familien in Harmonie sind, ist es auch das Dorf.
Sind Dörfer in Harmonie, ist es auch die Provinz.
Sind Provinzen in Harmonie, dann ist es auch das ganze Reich.
Sind Reiche in Harmonie, dann ist es auch der Kosmos.

 

Literatur

Küng, Hans; Spurensuche;  Piper Verlag, München 2001
Von Glasenapp, Helmuth; Die fünf Weltreligionen; Heyne Verlag, München  1998

Szczesny, Gerhard; Die Antwort der Religionen, Rowohlt Taschenbuch, Hamburg 1971