Gelebte Philosophie Teil
Veranstaltung und Gesprächskreis

Welterklärungsmodelle Teil 2

Die Veranstaltungsreihe "Gelebte" Philosophie" beschäftigt sich mit Fragen, die für die persönliche Lebensführung von Bedeutung sind. Sie besteht aus Vorträgen und einem Gesprächskreis. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die Vorträge behandeln in verständlicher Weise wichtige Begriffe und grundlegende Einsichten.

Zusätzlich zu der Vortragreihe gibt es im Gesprächskreis die Möglichkeit, in ausführlicher Weise die im Vortrag dargestellten Gesichtspunkte zu diskutieren. Hierbei sollen besonders persönliche Überzeugungen und Erfahrungen zur Sprache kommen.

Die Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und dem Gesprächskreis finden im Caritas Pirckheimerhaus, Königstraße 64 statt.
Die Termine sind bei den einzelnen Veranstaltungen angegeben.

 

Was können wir wissen?
Was sollen wir tun?
Was dürfen wir hoffen?
(Kant)

Diese drei Fragen beschäftigen sich mit der existentiellen Grundbestimmung des Menschen. Es zeigt sich, dass es eine eng begrenzte Anzahl von Welterklärungsmodellen gibt, die darauf eine Antwort entwickelt haben. Man kann sie unter dem Namen Idealismus, Realismus, Materialismus, Pantheismus und Skepsis zusammenfassen.

In der  Veranstaltungsreihe "Gelebte Philosophie"  werden diese Welterklärungsmodelle im Einzelnen ausführlich vorgestellt und kritisch befragt. Hierbei kommen typische Vertreter der unterschiedlichen Überzeugungen zu Wort.  

Es zeigt sich, dass alle diese Welterklärungsmodelle  bereits in der griechischen Philosophie vorgedacht worden sind. Im kommenden Halbjahr werden die folgenden Themen behandelt: Pantheismus und die Stoa Materialismus und Epikur Skepsis und Pyrrhon

 

Themen und Termine

Pantheismus

Vortrag Mittwoch, den 25. September um 19.00 Uhr
Gesprächskreis Freitag, den 17. September um 10.00 Uhr

Der Pantheismus geht davon aus, dass Gott das Grundprinzip ist, das sich in allem befindet, alles durchdringt und alles lenkt und leitet. Gott ist eine geistige Kraft, die mit dem Weltganzen identisch ist, jedoch keine eigene Personalität besitzt.
Beispielhafter Vertreter: Baruch de Spinoza (1632 – 1677)

Literatur: http://pantheismus.org

 

Die Stoa

Vortrag Mittwoch, den 23. Oktober um 19.00 Uhr
Gesprächskreis Freitag, den 25. Oktober um 10.00 Uhr

Als Begründer der Stoa gilt Zenon von Kition (332 – 236 v.Chr.). Die Stoa vertritt die Vorstellung, dass es ein universelles Prinzip gibt, das alle natürlichen Erscheinungen und alle natürlichen Vorgänge durchwaltet. Lebensziel für den Menschen ist es, seinen Platz in dieser Ordnung zu erkennen und auszufüllen. Durch emotionale Selbstbeherrschung lernt er, sein Los zu akzeptieren und mit Hilfe von Gelassenheit und Seelenruhe zur Weisheit zu gelangen.

Literatur: http://de.wikipedia.org/wiki/Stoa

 

Materialismus

Vortrag Mittwoch, den 13. November um 19.00 Uhr
Gesprächskreis Freitag, den 15. November um 10.00 Uhr

Der Materialismus ist eine philosophische Position, die alle Vorgänge und Phänomene der Welt auf Materie und deren Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten zurückführt. Er erklärt den Menschen, die ihn umgebende Welt und die in ihr ablaufenden Prozesse ohne geistige bzw. immaterielle Elemente. Ein persönlicher Gott wird abgelehnt, da sich seine Existenz mit der Methodik des rationalen Denkens weder verifizieren noch falsifizieren lässt.
Beispielhafter Vertreter: Richard Dawkins (1941 - )

Literatur: http://de.wikipedia.org/wiki/Materialismus

 

Epikur

Vortrag Mittwoch, den 04. Dezember um 19.00 Uhr
Gesprächskreis Freitag, den 06. Dezember um 10.00 Uhr

Epikur (341 – 270 v.Chr.) vertritt eine atomistische Lehre, der zufolge sich die gesamte Wirklichkeit auf rein materialistische Weise erklären lässt. Transzendente und metaphysische Annahmen sind unnötig. Alles Existierende lässt sich auf die Bewegung und die unterschiedlichen Verteilung unveränderlicher Atome im Raum zurückführen.

Literatur: http://de.wikipedia.org/wiki/Epikur


Skepsis

Vortrag Mittwoch, den 13. Januar um 19.00 Uhr
Gesprächskreis Freitag, den 15. Januar um 10.00 Uhr

Die Skepsis macht den Zweifel zum Prinzip des Denkens. Die Möglichkeit einer gesicherten, nachweisbaren Erkenntnis von Wirklichkeit und Wahrheit wird in Frage gestellt oder sogar prinzipiell ausgeschlossen.
Beispielhafter Vertreter: Michel de Montaigne (1533 – 1592)

Literatur: http://de.wikipedia.org/wiki/Skeptizismus


Pyrrhon

Vortrag Mittwoch, den 05. Februar um 19.00 Uhr
Gesprächskreis Freitag, den 07. Februar um 10.00 Uhr

Pyrrhon (350 – 270 v.Chr.) lehrt, dass alle Dinge gleichermaßen indifferent, unstabil und nicht beurteilbar sind und deshalb weder unsere Wahrnehmung noch unser Verstand Wahres oder Falsches über sie aussagen können. Aus dem Zusammenwirken trügerischer Sinne und trügenden Denkens entsteht keine Wahrheit. Aus diesem Grunde solle man Meinungen nicht trauen, sondern frei von ihnen, unbeugsam und unerschütterlich von jeglichem Ding sagen, dass es nicht mehr ist als es scheint.

Literatur: http://de.wikipedia.org/wiki/Pyrrhon_von_Elis